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Wir setzen uns ein
für evangelische Gemeinden
in über 30 Ländern

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Einen besonderen Gast konnte das GAW Oldenburg zum 173. Jahresfest begrüßen: den Moderator (Bischof) der Griechisch-Evangelischen Kirche, Meletis Meletiadis. Auf dem Empfang in Rastede und während des Festes beeindruckten seine Vorträge.

Die Griechisch-Evangelische Kirche betreute ohne Unterstützung vom griechischen Staat als einzige Kirche im Zeltlager Idomeni die gestrandeten Flüchtlinge täglich mit 5000 Essen, obwohl viele Vorfahren der Gemeindemitglieder 1923 als Christen aus der Türkei vertrieben worden waren. Aus dieser Erfahrung will die Gemeinde andersgläubigen Flüchtlingen zeigen, was gelebtes Christentum bedeutet.

Die protestantischen Christen stellen sich nachhaltiger ökologischer Verantwortung: Sie versorgen als einzige Kirche Griechenlands nicht nur ihre Gebäude mit eigenem Strom aus Photovoltaik, sondern auch weitere öffentliche Gebäude der Stadt. In der sechstgrößten Stadt Griechenlands, Volos, bauten Gemeindeglieder attraktive Sozialeinrichtungen für Jugendliche zum Schutz vor Gewalt, Alkoholmissbrauch oder Drogen, da die staatlichen Institutionen kaum Angebote vorhalten.

Die Festteilnehmer des Gustav-Adolf-Werkes waren von den vielen Hilfsmaßnahmen begeistert und spendeten über 1500 Euro. Das GAW hofft, durch weitere finanzielle Unterstützung die erfolgreichen Projekte in Griechenland vorantreiben zu können.

Hans Schmidt, Mitglied im Vorstand

Aus Zuflucht wird Heimat

tl_files/oldenburg/Jan-Janssen.jpgOldenburg ist eine Gegend im Nordwesten, die vielfach von der Solidarität anderer gelebt hat und gefördert wurde – auch durch das GAW! Vielfach fanden Menschen hier Zuflucht: in der Reformationszeit Glaubensflüchtlinge, in der Nachkriegszeit Flüchtlinge aus östlichen Gefilden, in der Zeit nach Ende des Kalten Krieges russlanddeutsche Aussiedler. Viele fanden in unserer Gegend und in unseren Gemeinden Heimat.
Gottes Unterwegssein mit uns Menschen ist zentrales Herzstück unseres Glaubens, ein roter Faden durch unsere Glaubensgeschichte. Bleiben wir ihm gemeinsam auf der Spur! Dann werden beide zusammenfinden, das wohnende und das wandernde Volk Gottes. Dann wird aus seiner Herkunft aus dem Exil eine Existenz der Hoffnung. Dann wird aus dem Zerstreutsein in alle vier Winde ein Gesandtwerden in alle Welt. – Danke, dass Sie im GAW Zeichen der Solidarität setzen. Mögen Sie weiterhin derart segensreich wirken.

Jan Janssen, Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg