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Wir setzen uns ein
für evangelische Gemeinden
in über 30 Ländern

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tl_files/oldenburg/Pfarrer Schneider.jpgLiebe Freundinnen und Freunde, Interessierte und
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Werkes!
 
Singet dem Herrn und lobet seinen Namen,
verkündet von Tag zu Tag sein Heil.“
  (Psalm 96,2)
 
Mit diesem Psalmwort grüße ich Sie alle ganz herzlich zum Herbst diesen Jahres. Vor zwei Jahren konnte ich bei der Einweihung der Orgel, die aus Kassel gespendet worden war, in Jaroslawl dabei sein.
Das war ein Mut machendes Erlebnis und ein beeindruckender Gottesdienst, denn mit einer Orgel singt es sich für die Gemeinde immer viel leichter und die Musik erfreut die Menschen.
 
Jetzt schreibt mir Elena Bondarenko, die Pröpstin der Zentralen Propstei der ELKRAS in Moskau:
 
„Lieber Dietrich, ich hoffe, es geht Ihnen und Ihrer Gemeinde gut! Bei uns ist alles auch mehr oder weniger in Ordnung. Man feiert 50-.jähriges Jubiläum der Reformation, es gibt viel Hektik in Moskau. Für uns in unserer Propstei ist Jaroslawl ein wichtiger Ort in diesem Sinne. Nach Moskau ist es die einzige richtige Gemeinde mit einem richtigen Kirchengebäude. Wir planen dort auch bescheidene Feierlichkeiten: Pflanzen des Baumes der Reformation, Orgelkonzert und ökumenisches Gebet. Pastor Ivan hat mit Herrn Schmidt per Post gesprochen, er hat gesagt, dass es eine Spende für Jaroslawler Gemeinde von Oldenburger Familie gibt - es wäre sehr rechtzeitig. Wir brauchen wirklich Hilfe. Obwohl wir einen Portal gebaut und alle Wände weiß gestrichen haben, ist die Kirche trotzdem in einem sehr schwierigen Zustand. Wir hatten eine Orgelprüfung aus Deutschland. Man hat gesagt, dass wenn wir die Maßnahmen nicht treffen, hört die Orgel auf zu funktionieren. Die wichtigste Maßnahme ist die Orgel zu heizen aber nicht zu stark zu heizen. Dazu brauchen wir irgendein autonomes Heizungsstruktur für den Orgelraum. Wir brauchen auch eine Lüftung. Die Kollekten sind sehr klein, Kassel hat schon viel gespendet: für Remont, für neue Kirchenbänke, es gibt dort zurzeit auch nicht genug Mittel. Ich bitte um Entschuldigung, dass wir uns an Sie mit dieser Bitte wenden, aber vielleicht wird es möglich, Jaroslawler Gemeinde zu helfen, die Heizung für den Orgelraum zu schaffen? Herzliche Grüße aus Jaroslawl und Moskau, wir wünschen Ihnen und Ihrer Gemeinde schönen Herbst! Ihre Elena Bondarenko“

 
Auf unserer Vorstandssitzung am 11. September haben wir darum beschlossen, in unserer Kirche und hier über das Internet zu einer Sondersammlung für Jaroslawl aufzurufen.
Wenn Sie die Möglichkeit sehen, mit einer Spende oder Kollekte die Gemeinde in Jaroslawl zu unterstützen, dann schicken Sie uns das Geld mit dem Hinweis: "Jaroslawl". Wir werden es dann dorthin weiterleiten. Vielleicht können wir ja so dazu beitragen, dass die Orgel zum Reformationsjubiläum dort schön spielt.
 
Mit herzlichen Segenswünschen für eine gesegnete Feier des Reformationsjubiläums auch bei Ihnen in Ihrer Gemeinde
 
Ihr Dietrich Schneider
Vorsitzender des GAW in Oldenburg
 
 
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Einen besonderen Gast konnte das GAW Oldenburg zum 173. Jahresfest begrüßen: den Moderator (Bischof) der Griechisch-Evangelischen Kirche, Meletis Meletiadis. Auf dem Empfang in Rastede und während des Festes beeindruckten seine Vorträge.

Die Griechisch-Evangelische Kirche betreute ohne Unterstützung vom griechischen Staat als einzige Kirche im Zeltlager Idomeni die gestrandeten Flüchtlinge täglich mit 5000 Essen, obwohl viele Vorfahren der Gemeindemitglieder 1923 als Christen aus der Türkei vertrieben worden waren. Aus dieser Erfahrung will die Gemeinde andersgläubigen Flüchtlingen zeigen, was gelebtes Christentum bedeutet.

Die protestantischen Christen stellen sich nachhaltiger ökologischer Verantwortung: Sie versorgen als einzige Kirche Griechenlands nicht nur ihre Gebäude mit eigenem Strom aus Photovoltaik, sondern auch weitere öffentliche Gebäude der Stadt. In der sechstgrößten Stadt Griechenlands, Volos, bauten Gemeindeglieder attraktive Sozialeinrichtungen für Jugendliche zum Schutz vor Gewalt, Alkoholmissbrauch oder Drogen, da die staatlichen Institutionen kaum Angebote vorhalten.

Die Festteilnehmer des Gustav-Adolf-Werkes waren von den vielen Hilfsmaßnahmen begeistert und spendeten über 1500 Euro. Das GAW hofft, durch weitere finanzielle Unterstützung die erfolgreichen Projekte in Griechenland vorantreiben zu können.

Hans Schmidt, Mitglied im Vorstand

Aus Zuflucht wird Heimat

tl_files/oldenburg/Jan-Janssen.jpgOldenburg ist eine Gegend im Nordwesten, die vielfach von der Solidarität anderer gelebt hat und gefördert wurde – auch durch das GAW! Vielfach fanden Menschen hier Zuflucht: in der Reformationszeit Glaubensflüchtlinge, in der Nachkriegszeit Flüchtlinge aus östlichen Gefilden, in der Zeit nach Ende des Kalten Krieges russlanddeutsche Aussiedler. Viele fanden in unserer Gegend und in unseren Gemeinden Heimat.
Gottes Unterwegssein mit uns Menschen ist zentrales Herzstück unseres Glaubens, ein roter Faden durch unsere Glaubensgeschichte. Bleiben wir ihm gemeinsam auf der Spur! Dann werden beide zusammenfinden, das wohnende und das wandernde Volk Gottes. Dann wird aus seiner Herkunft aus dem Exil eine Existenz der Hoffnung. Dann wird aus dem Zerstreutsein in alle vier Winde ein Gesandtwerden in alle Welt. – Danke, dass Sie im GAW Zeichen der Solidarität setzen. Mögen Sie weiterhin derart segensreich wirken.

Jan Janssen, Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg