Jahresprojekt 2021

Meine Hoffnung und meine Freude

Die evangelischen Kirchen in Syrien und im Libanon halten die Hoffnung auf Frieden aufrecht.
Sie kümmern sich um die Menschen vor Ort, damit sie in ihrer Heimat bleiben können.
Wir bitten Sie herzlich um Ihre Spende für diese Arbeit!

Libanon und Syrien: Führungskurse und Ausbildung für Frauen

FÜHRUNGSTRAININGS
„Unsere Kirche braucht gut gerüstete Frauen, die geistlich verwurzelt, gut ausgebildet und kirchlich engagiert sind“, sagt Najla Kassab, Verantwortliche für die Frauenarbeit in der Evangelischen Kirche in Syrien und Libanon (NESSL).
Mit einer Fortbildung möchte die Frauenarbeit jungen Frauen Führungskompetenzen vermitteln. Das soll ihnen helfen, Verantwortung in der Kirche zu übernehmen und sie auf ihrem beruflichen und persönlichen Weg stärken. Für die geplanten drei Trainings benötigt die Frauenarbeit Unterstützung für die Reise-, Unterbringungs- und Fortbildungskosten.
 
AUSBILDUNG
Zahlreiche Menschen haben im Syrienkrieg ihre Arbeit oder ihr Einkommen verloren. Etliche Männer sind im Krieg umgekommen oder vor dem Militärdienst geflohen. Viele Frauen müssen nun trotz fehlender Berufsausbildung notgedrungen zum Familieneinkommen beitragen. Mit Unterstützung der GAW-Frauenarbeit will die armenisch-protestantische Bethel-Gemeinde in Aleppo Kurse angbieten, die ihnen entsprechende Fertigkeiten vermitteln, z.B. Backen oder Miniaturmalerei.

Syrien: Zukunft für Kinder und Jugendliche in Hassakeh

Die Kinder und Jugendlichen in Syrien haben fast nichts Anderes als Krieg erlebt. Die Gemeinde in Hassakeh und ihre 32-jährige Pfarrerin Mathilde Sabbagh wollen ihnen ein Stück Normalität ermöglichen. Die Gemeinde bietet neben Andachten und Bibelarbeiten auch Englisch-, Französisch- und Computerkurse, Ausflüge und Feiern, gemeinsames Musizieren und Sporttreiben an. Bis zu 350 Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen christlichen Konfessionen nehmen daran teil. Das Jahresprojekt unterstützt die Jugendarbeit in Hassakeh.

Syrien: Gesundheitsversorgung für ältere Menschen in Aleppo

Bis 2011 hatte Syrien ein gutes Gesundheitssystem. Dieses brach im Krieg zusammen: Die verschiedenen Kriegsparteien bombardierten gezielt Krankenhäuser und nahmen medizinisches Personal gefangen. Ärzte flohen aus dem Land. Die armenisch-evangelische Bethelgemeinde in Aleppo eröffnete im Jahr 2013 eine Poliklinik, um die Opfer des Krieges und chronisch Kranke zu versorgen. Gerade ältere Menschen haben oft nicht die Mittel für eine Behandlung. Die GAW-Frauenarbeit will helfen, Untersuchungen und
Medikamente für bedürftige ältere Patienten in der Poliklinik zu finanzieren.

Libanon: Solarstrom für ein Altenheim

Die Evangelische Kirche betreibt je ein Altenheim in Syrien und im Libanon. Das Pflegeheim in Hamlin in Libanon befindet sich in der Nähe der Hauptstadt Beirut und bietet 40 Plätze. Die Zimmer sind modern und barrierefrei eingerichtet. Im Libanon gibt es aufgrund der wirtschaftlichen Probleme häufig Stromausfälle. Mit einer Solaranlage auf dem Dach soll die Stromversorgung im Pflegeheim verlässlicher, günstiger und ökologischer werden.

Unsere Partner

 

Neben den genannten Projekten unterstützt das Jahresprojekt 2021 die Frauenarbeit in der Evangelisch-Lutherischen Kirche im Europäischen Russland (ELKER), ein Stipendium für eine GAW-Stipendiatin und weitere sozialdiakonische Projekte in den Partnerkirchen in Europa mit insgesamt 105.000 Euro.

 

„Meine Hoffnung und meine Freude"

Frauen aus der Evangelischen Kirche in Syrien und Libanon haben sich zu einem großen Treffen versammelt. Ihre Gesichter strahlen Lebensfreude aus. Wenn ich aber ihre Geschichten höre, frage ich mich, woher sie ihre Zuversicht und Hoffnung nehmen. Die Syrerinnen haben einen langen und schlimmen Krieg erlebt und kämpfen mit Not und Mangel. Im Libanon wiederum herrscht eine tiefe Staats- und Wirtschaftskrise, die sich durch die verheerende Explosion in Beirut im August 2020 noch verschlimmert hat. Immer mehr Menschen verlassen ihre Heimat, weil sie keine Zukunft für sich sehen.

Die Frauen schöpfen Kraft aus diesem Treffen. Sie spüren: Christus ist unsere Hoffnung und unsere Freude – ganz wie in dem Taizé-Lied. Im Jahr 2019 fand in Beirut ein Taizé-Treffen junger Menschen aus allen christlichen Konfessionen der arabischen Länder statt. Die christlichen Kirchen in Syrien und Libanon wollen ihre Mitglieder ermutigen, zu bleiben und die Hoffnung nicht aufzugeben.

Wir bitten sie um Ihre Spende, um den Menschen in Syrien und Libanon das Überleben zu erleichtern!

Inge Rühl
Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Frauenarbeit im GAW